Wie funktioniert die soziale Sicherheit?

Das macht die soziale Sicherheit

Wie funktioniert die soziale Sicherheit?

Jeden Tag werden viele hunderttausende Belgier von der sozialen Sicherheit geholfen. Wie funktioniert dieses System?

Ihr ganzes Leben lang

Ob es bei der Geburt Ihres Babys, bei Ihrer Krankheit oder bei Ihrer wohlverdienten Pension ist: Es gibt im Leben viele Situationen, in denen Sie Hilfe brauchen können.

Deswegen bietet die belgische soziale Sicherheit Ihnen Schutz und Hilfe bei:

  • Arbeitslosigkeit
  • der Gründung und Ausweitung deiner Familie
  • Arbeitsunfällen
  • Berufskrankheiten
  • Jahresurlaub
  • medizinischer Pflege und Leistungen
  • deiner Pension

Es gibt keine Lebensphase, in der die soziale Sicherheit Ihnen nicht irgendwie helfen kann. Das ist beruhigend zu wissen.

1 von 5 Belgiern

bezieht eine Pension

FPD

5,08 Milliarden

EUR Urlaubsgeld ausgezahlt 2017

LJU

47 Euro

erhält ein Belgier durchschnittlich pro Tag, wenn er arbeitsunfähig ist

INAMI / RIZIV

333.697

Arbeitslose erhielten Arbeitslosengeld im September 2019

LFA

168.462

gemeldete Arbeitsunfälle 2018

Fedris

242 Millionen

EUR für die Versorgung und Unterstützung von Personen mit einer Berufskrankheit 2018

Fedris

1,6 Millionen

Familien erhielten Kindergeld 2017

Famifed

60,9 Milliarden

EUR Sozialbeiträge erhoben für die Finanzierung der sozialen Sicherheit

LSS

142.000

Ärzte, Apotheker und andere Pflegekräfte

INAMI / RIZIV

20.000

Akteure der sozialen Sicherheit, durch das Netzwerk der ZDSS verbunden

BCSS / KSZ

Niemand steht im Regen

Wir alle tragen zur Sicherheit bei. Das Geld der sozialen Sicherheit kommt überwiegend von einer Abgabe auf den Lohn: dem Sozialbeitrag. Ein Teil wird vom Arbeitnehmer, der andere vom Arbeitgeber bezahlt. Der Fehlbetrag wird von den Behörden ausgeglichen.

Solidarität ist das Schlüsselwort der sozialen Sicherheit. Arbeitgeber bezahlen für ihre Arbeitnehmer. Arbeitnehmer bezahlen für Kranke und Pensionierte. Reiche bezahlen für Arme. Jeder trägt bei, so dass niemand im Regen steht.

Keine Sicherheit ohne Hightech

Das LSS zieht das Geld ein und verteilt es über die Organisationen, die mit den Bürgern – manchmal direkt, manchmal über die kooperierenden Organisationen wie die Krankenkassen – in Kontakt stehen. Das LSS sammelt auch Daten. Diese dienen dazu, festzustellen, wie viele Beiträge fällig sind und wer Anspruch auf eine Leistung hat. Auch diese Daten werden innerhalb der sozialen Sicherheit miteinander geteilt.

Bei diesem Geld- und Papieraustausch wird kein Papier mehr benutzt. Alles erfolgt nämlich über ein stark gesichertes elektronisches Netzwerk. Eine soziale Sicherheit ohne Hightech ist also undenkbar geworden.

Mehr als eine Behörde

Die soziale Sicherheit ist nicht bloß eine weit entfernte Behörde in Brüssel: Sie steht uns alle nahe. Deswegen haben auch Privatorganisationen eine Schlüsselrolle bekommen.

So hat die soziale Sicherheit eine „paritätische“ Verwaltung. Das bedeutet, dass Vertreter der Arbeitgeber und der Gewerkschaften sich gemeinsam über die zu betreibende Politik überlegen. Dies ist ein starkes Verwaltungsmodell, denn wenn Sozialpartner gemeinsam entscheiden, kommen alle Parteien voran!

Auch deine Leistungen werden dir oft nicht direkt von den Behörden gewährt. Bei Krankheit oder Invalidität können Sie sich beispielsweise an Ihre Krankenkasse wenden, während in den meisten Fällen das Arbeitslosengeld von einer Gewerkschaft bezahlt wird. Möglicherweise kannst du dich an zwei Unterstützungskassen wenden: eine für Arbeitslosigkeit und eine für Krankheit oder Invalidität.

Fusionen

Die letzten Jahre sind die öffentlichen Einrichtungen der sozialen Sicherheit ziemlich durchgeschüttelt worden. Organisationen wurden zusammengefügt und Dienste zogen von der einen Einrichtung in die andere um. Auf diese Weise entstand eine weniger zersplitterte und mehr effiziente soziale Sicherheit, die auf die Zukunft vorbereitet ist.

Die Einrichtungen der Sozialen Sicherheit